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Internet-Telephonie: No Voice over IP
Tag der Bananen-Union

Führende Fachleute halten es für unmöglich, in den nächsten 15 Jahren freie oder unabhängige Software für die Internet-Telephonie zu schaffen. Zu viele grundlegende Rechenregeln sind patentiert. Diese Regeln sind nicht nur schwer bis unmöglich zu umgehen, sie sind auch Teil von Standards, die ein IP-Telefonie-System einhalten muss, um zu marktdominierenden Systemen kompatibel zu sein. So können die Telefongesellschaften die bisherige proprietäre Struktur dieses Bereiches weiter aufrecht erhalten. Dennoch gibt es Versuche, patentfreie Alternativen zu etablieren.
Patentgefährlich dürfte besonders der Markt der Soft-PBX werden, die an die Stelle der traditionellen Hardware-PBX (Grosstelefonanlagen) treten. Jedes größere Unternehmen dürfte über seine eigene Telefonanlage verfügen. Der Traum der IP-Telefonie ist, dass man sein Telefon ins Netzwerk stöpselt, so dass PC und Telefon über die gleichen Netze gehen. Problem bei der Sache: Für Telefonanlagen wird Hochverfügbarkeit verlangt, traditionelle Telefonanlageninstallateure haben kaum Ahnung von Computer-Netzwerktechnik und Computer-Netze gelten gemeinhin als sicherheitsempfindlicher. Unixartige Betriebssysteme geniessen hier in Sachen Stabilität und Sicherheit einen besseren Ruf, so dass VoIP vermutlich sehr heiss für Freie Software werden kann. Da hat man dann halt auch noch seinen SOFT-PBX Server...

Was windowsbasierte VOIP angeht, so möchte ich kurz erwähnen, dass bereits meine SB AWE 64 mit NetPhone-SW ausgeliefert wurde. Das hat sich aber wegen der heute noch geringen Bandbreiten eigentlich nur in Entwicklungsländern wie z.B. Indien durchgesetzt. Die Qualität dürfte im Allgeminen wie beim Satellitentelefon sein.  In Ghana ist VoIP verboten.

In größeren Unternhehmen: VoIP erlaubt es Computernetzwerke (etwa gebuchte Standleitungen) parallel für internen Telefonverkehr zu nutzen. Das bedeutet für viele Unternehmen Kostenersparnisse. Die Geräte sind recht teuer, ab 2000 Euro ist man dabei. Hinzu kommt der Service. Alles zur Zeit noch eine boomende Nische. Europäische Mini-Firmen domieren den Markt.

Insgesamt bedeutet VoIP für traditionelle Telefonanlagenhersteller eine grosse Herausforderung, die Hersteller präsentieren zwar Lösungen, aber im Markt sind vor allem die Zwerge sehr innovativ und wachsend. Die Branchenriesen hinken eher hinterher, als dass sie die richtugn bestimmen. Insbesondere für Hard-PBX - Distributeure eine große Herausforderung, denn Telefonanlagen sind proprietär mit allem was dazu gehört. Systemtelefone von Siemens kann man nicht an einer Panasonic-PBX benutzen. Auch das Zusammenstöpseln unterschiedlicher Produkte ist problematisch. Umgekehrt ist man aber den technischen Begrenzungen des jeweiligen proprietären Systems unterworfen. Offene Standards nutzen vor allem den Kleinen, die keine Lösung aus einem Guss anbieten können. So bedeutet VoIP einen Umbruch im Markt, vergleichbar mit dem Aussterben der Schreibmaschine... Offene Standards sind für die Branchenriesen also eine reale Bedrohung, sie haben den Markt aber nicht mehr im Griff.

?!?Contact the Speex people, ask them whether they have really checked the patent situation
?!?Contact Prof. Schulzrinne, ask his view
?!?List the relevant patents, particular those granted by EPO
?!?List some of the concerned SMEs
Most of these seem to be european
[ MPEG und Patente auf Kompression akustischer Daten | Dolby Standard tolerates no OpenSource implementation | PSOLA: Spracherzeugungspatent von France Télécom | Internet-Telephonie: No Voice over IP | ASF: Urheberrechts-Neuregelung durch ein Patent ]
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© 2005/01/06 (2002/03/30) Arbeitsgruppe
deutsche Version 2003/12/18 von Hartmut PILCH