In seinem dreisprachigen Vorwort schreibt Kober:
Die Gründung des Europäischen Patentamts vor 20 Jahren war der erste Schritt auf dem Weg zu einem einheitlichen Patent in Europa. Wie sehr diese Entwicklung den Bedürfnissen von Erfindern, Unternehmern und Forschern entspricht, zeigt der Erfolg des europäischen Patentsystems. Er lässt sich aus den Anmeldestatistiken ablesen, aber auch aus der Tatsache, daß sich immer mehr Staaten und Ländergruppen bei der Modernisierung ihrer Patentsysteme an diesem Modell orientieren. Trotz dieser erfreulichen Bilanz darf die Entwicklung des Patentschutzsystems in Europa nicht stehenbleiben. Denn ungeachtet einer neuen Rekordzahl von Patentannmeldungen und einer erstmaligen substantiellen Senkung der Verfahrensgebühren des EPA haben die Anmelder im Berichtsjahr ihre Erwartungen deutlich gemacht: Europäische Patente sollen weniger kosten, einheitlich ausgestaltet sein und auch neue Technologien zuverlässig schützen. Die Europäische Komnmission hat diese Punkte in ihrem "Grünbuch über das Gemeinschaftspatent und das Patentschutzsystem in Europa" aufgegriffen und in ihre Vorschläge zur Vertiefung des Syste.ms einbezogen. Während des EU-Vorsitzes Luxemburgs nahmen Patentexperten aus Politik, Wirtschaft und Anmelderschaft zum Grünbuch Stellung. Die Anhörung stand unter dem Motto: "Ein Europa, eine Währung, ein Patent." Die Umsetzung der Ergebnisse ist für die Europäische Patentorganisation zukunftsweisend.