Dieser Artikel wurde von zwei Forschern des MIT verfasst und folgert unter Anführung mathematische Modelle und experimenteller Belege, dass in einer dynamischen Welt wie der Software- oder Beratungsbranche, Unternehmen ohne Patente genug Anreize zur Innovation haben und dass Patente komplementäre Innovationen begrenzen können. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass der Urheberrechtsschutz für Software (der seine eigene Entwicklung im letzten Jahrzehnt durchlaufen hat) eine bessere Balance bewirkt hat als der Patentschutz. Dieses neue Modell legt eine weitere Begründung für eine enge Begrenzung von Patenten nahe.
Einige der derzeit innovativsten Branchen - Software, Computer und Halbleiterindustrie - haben in der Vergangenheit schwachen Patentschutz gehabt und eine rasante Nachahmung ihrer Produkte erfahren.
Weit davon entfernt, rege Aktivitäten für Innovationen zu entfachen, führten diese stärkeren Eigentumsrechte in eine Zeit stagnierender oder sogar abnehmender F.u.E. bei den Branchen und Unternehmen, die am häufigsten patentieren.
Seit Fritz Machlups Bericht an den US-Kongress von 1958 hat sich eine Reihe von Studien über die Wirkungen des Patentwesens auf verschiedene Bereiche der Volkswirtschaft angesammelt. Einige beschäftigen sich mit besonderen Typen von Innovation (sequentiell, in komplexen Systemen) oder mit besonderen Branchen (Halbleiter, Software, Genetik). Alle Studien weisen darauf hin, dass Patente zumindest an dem Ende der typologischen Skala, zu dem Software gehört, die Innovation eher hemmen als fördern. Einige regierungsgeförderte Studien aus dem Umfeld der Patentbewegung (Institute für Geistiges Eigentum etc) kombinieren negative Befunde über die volkswirtschaftlichen Wirkungen von Softwarepatenten mit der Forderung nach Legalisierung von Softwarepatenten.
Ein anonymer Patentanwalt behauptet im Namen der europäischen Software- und Telekommunikations-Lobbyistengruppe EICTA, dass diese Studie auf veralteten Daten und inaäquaten Modellen beruht, er sagt aber nicht genauer, was er für falsch hät und wie es besser gemacht werden könnte.
An article that introduces recent economic literature which is sceptical about "intellectual property rights" in general and about software patents in particular. This article also cites the Bessen & Maskin study.